„Wir trinken hier auf dem Bahnhof Kaffee,“ schlug Fränzchen vor.

„Bravo,“ rief Karl und schlug dröhnend in die Hände, „du bist die richtige Frau für mich! Natürlich trinken wir Kaffee!“

Und nach einer halben Stunde saß das neue Brautpaar wieder im Eisenbahnwaggon und dampfte den Weg zurück, den es vor wenig Stunden gekommen war. Lassen wir sie ruhig ziehen, — die kommen durch die Welt!

[Der tolle Junker.]

„Sie haben mich gezwungen zu einem ehrlichen Mann.“

Die zu ebener Erde belegene Weinstube von Gerhold war heute schon fast leer und nur eine einzige Gruppe nahe dem Fenster schien ausharren zu wollen, bis der Herbstmorgen dämmerte.

Drei oder vier Herren saßen bei einigen Flaschen Wein in lebhaftem Gespräch und zwei andere waren an einem Billard beschäftigt. Die Spieler gehörten anscheinend zu der sitzenden Gesellschaft, denn ab und zu warf einer von ihnen eine kurze Bemerkung in die Unterhaltung am Tisch.

Jetzt öffnete sich die Glasthür, die von der Straße aus in das Zimmer führte, noch einmal, und ein Herr in mittleren Jahren, blond, blaß und vornehm aussehend, trat ein, warf seinen Oberrock ab und näherte sich der Versammlung am Fenster, welche ihn lebhaft begrüßte, während die Billardspieler seinen Eintritt noch nicht zu beachten schienen.

„Nun, Raven, Sie eröffnen die Saison recht früh,“ bemerkte einer der bereits Anwesenden, „es ist doch sträflich, im September schon in Gesellschaft zu gehen.“

„Was haben Sie da?“ sagte der als Raven Angeredete, „château d’Yqum? Schön, ich bin von der Partie! Und was die Gesellschaft betrifft, so werden Sie mir zugeben, daß man Ausnahmen macht; ich wette, Sie Alle hätten heut Abend mit mir getauscht, ich war bei Ertings und habe im kleinen Kreise die Verlobung mitgefeiert.“