Kavaliere.

Kavaliere, bleich und mit schmalen Gelenken,
Den Degenkorb von der Kräusel-Manschette
Zierlich bedeckt: sie denken
An eine Frau in weißem Spitzenbette;
Sie haben Schach gespielt, Hengste geprobt,
Sie singen: Großer Gott, dich lobt
Die gläubige Gemeinde;
Vernichte unsre Feinde!

Goya.

Ich habe die lange schwüle Nacht
Bei einer jungen Dame verbracht:
Nun liegt sie und träumt mit offenen Lippen von meinem Nacken …
Ich will jetzt malen, ihr sollt euch packen!
Steht nicht herum und gafft so ledern!
Sonst zerr' ich euch an euern Agraffenfedern
Oder kitzle eure dünnen Waden
Mit meinem Degen. Ich bin von Gottesgnaden,
Ich bin ein Grande im offnen Hemd.
Ich liebe das Licht, das die Welt überschwemmt,
Ich liebe ein Pferd,
Das bäumend sich gegen den Zügel wehrt,
Den Juden lieb' ich, den keiner bekehrt.
Dem König lass' ich sagen, er solle
Klopfen, wenn er mich stören wolle.

Porträt des Marquis de …

Halte mir einer von euch Laffen mein Pferd,
Hole mir einer von euch Lumpen mein Schwert:
Ich ließ es bei einer Dame liegen.

Lass' einer von euch Schurken einen Falken fliegen:
Ich will ihm nachsehen und mich in Blau verlieren:
Störe mich keiner von euch Tieren!

Der Araber.

Ich schlich mich an das Roß heran,
Das wiehernd und mit rundem Rücken
Ins Eisen beißend stand. Es packen
An seiner Mähne und die Hacken

Der Fersen, einmal oben, stark
Ihm in die Weichen drängen, war
Ein Augenblick. Ich spürte gar
Nicht mehr, daß uns der Wald schon barg