Vor der bewundernden und scheuen Schar:
So war es durch die Uferauen
Gerast. Erst als mein flatternd Haar
Ein Ast berührt, begann ich umzuschauen.
Spät.
Spät, wenn die alte Uhr geschlagen
Und wieder Stille dich umwirbt,
Das Pendel geht, die Lampe zirpt,
Steigt es empor aus alten Tagen
Und füllt mit Geistergruß die Luft
Und macht dein Herz so schwer vor Sehnen
Nach einem längst verhauchten Duft,
Nach einer fernen kühlen Gruft,
Nach Wind im Wald an Bergeslehnen.
Paul Scheerbart.
Geboren am 8. Januar 1866 zu Danzig, starb am 14. Oktober 1915 zu Lichterfelde bei Berlin. – Kater-Poesie 1909.
Dahin!
Singe nicht so hell und laut,
Da ich wieder einsam bin!
Ach, fühlst du nicht, worüber
Ich trüber werde?
Lache nicht so toll und dumm,
Da ich ernst und anders bin!
Nein, weißt du nicht, worüber
Ich trüber werde?
Frage nicht so klug und hart!
Das hat alles keinen Sinn!
Was? Ahnst du nicht, worüber
Ich trüber werde?
Sieh, ich liebe dich nicht mehr,
All mein Lieben ist dahin!
Begreifst du jetzt, worüber
Ich trüber werde?