Geboren am 8. April 1852 zu Breslau, wurde Dragoneroffizier, nahm den Abschied, war viel auf Reisen und lebte zuletzt auf Schloß Haseldorf in Holstein, wo er am 30. April 1908 verstarb. – Lieder an eine Verlorne 1878. Dichtungen 1883. Gedichte 1903.

Albumblatt.

Hab nicht zu lieb die knospende Rose;
Es flöge gar bald
Ohn' Heimat, ohn' Halt
Ihr Duft dir vorüber ins Uferlose.

Unsterblich ist der Schmerz allein.
Was nie du besessen,
Ersehnt, nie vergessen,
Wird deines Himmels Grundbau sein.

Der betrübte Landsknecht.

Das Land durchströmt der Regen,
Singschwäne südwärts ziehn,
Nun will aufs Herz ich legen
Ein Sträußchen Rosmarin.

Das haben zwei Hände, zwei schmale,
Durchflochten mit schwarzem Band,
Drauf haben zum letzten Male
Zwei Mädchenlippen gebrannt.

Hoch braust ein Krieg durch Flandern,
Dort muß gewürfelt sein,
Die Werbetrommeln wandern
Um Jülich und Bei-Rhein.

Nach Spanien über die Schelde
Zieht gleißender Heerestrab;
Herr Christ, hilf allen zu Gelde,
Uns beiden gib ein Grab.

Drauf sollen zwei Linden wiegen
Die Wipfel glückbesonnt,
Draus sollen zwei Herzen fliegen,
Die nimmer sich trennen gekonnt.