»Wie meinst Du das?«

»Frage nicht«, sagte sie, »bist Du mir böse?«

»Nein«, sagte ich, »Du darfst doch tun, was Du willst.«

Wir waren wieder still. Die Zeit rann, als habe sie bleierne Gewichte an den Füßen. Endlich sagte Ebeth:

»Ich werde Dir öfter schreiben, – darf ich?«

»Gewiß«, sagte ich und lächelte, »ich werde es immer gern sehen.«

»Du bist gut«, sagte sie. Und dann:

»Komm, wir wollen in den Stadtpark gehen. Die Abendstunde ist so schön unter den Bäumen.«

Ich nickte. Sie stand auf. Ich half ihr in das Jackett. Sie setzte den Hut auf, ich band ihr den Schleier fest.

Dann gingen wir in den Park, und sie hing an meinem Arme wie sonst. Sie plauderte vom Meer, wo ich im Sommer einige Tage mit ihr gewesen war, und ich merkte, wie sie sich Mühe gab, ungezwungen und heiter zu sein. Die gleiche Mühe gab auch ich mir. So unterhielten wir uns recht gut, lachten sogar, und die Leute, die uns sahen, mußten meinen, daß wir ein jungverliebtes Pärchen seien.