DER FUJI-YAMA
AKAHITO
Zum Himmel schauend, sehe ich den Gipfel
Des Fuji-Yama gross und feierlich
Ins Ewige schimmern; also ragt er schon
Seit jenen Zeiten, da die Erde sich
Vom Himmel schied; blick ich zu ihm empor,
So ist mir, dass der Glanz der Sonne sich
Verdunkelt, und der milde Schein des Mondes
Verschwindet ganz; die weissen Wolken aber
Tragen Bedenken, über seinen Gipfel
Dahinzuschweben, und es sinkt der Schnee
Mit stiller Ehrfurcht sanft auf ihn hinab.
O Fuji-Yama, deine Herrlichkeit
Wird man noch preisen in den fernsten Tagen;
Bis zu der Dichter spätesten Geschlechtern
Wird deines Ruhmes Glanz nicht untergehn.
BETRACHTUNG
AKAHITO
Wenn stets der Kirschenbaum so wundervoll
Wie jetzt auf allen Höhen blühen würde,
Wir liebten seine schneeige Schönheit dann
Nicht so wie jetzt, da nur den Lenz sie ziert.
DIE TRAUERWEIDE
MUSHIMARO
Die Trauerweide auf dem Grab des Mädchens
Lässt ihre Zweige nur nach einer Seite
Hinüberhangen. Eines Jünglings Hügel
Erhebt sich dort. Wer möchte nun noch zweifeln,
Wem jenes toten Mädchens Liebe galt?