HITOMARO
Da tat der Held das Schwert um seinen Leib
Und nahm den Bogen in die feste Hand
Und schritt dem Heer des Kaisers stolz voran.
Und alle Trommeln fingen an zu dröhnen
Wie Donnergroll, und die Drommeten klangen,
Dass man erschrak wie vor des Tigers Schrei.
Und hoch wie Feuerzungen flatterten
Die Fahnen,—ja, wie Feuer auf dem Felde
In Frühlingsnächten, von dem Wind entfacht,
So lohten flammend sie zum Himmel auf.
Und in der Hand der Krieger schwirrten jetzt
So fürchterlich die Bogen, dass man glaubte,
Ein grimmer Sturmwind jage mit Gebrüll
Durch den verschneiten winterlichen Wald;
Und so wie wilder Schneefall in der Luft
Sich ineinander schüttet,—also schwirrten
Die Pfeile durcheinander, dicht an dicht.
TRÜBES LIED
OZI
Die Blüten rieseln nieder. Dichter Nebel
Verbirgt den See. Die wilden Gänse rufen
Erschreckt am heiligen Teich von Iware.
Düstere Träume schatten um mein Haupt.
Mein Herz ist schwer. Wenn übers Jahr die Gänse
Von neuem rufen, hör ich sie nicht mehr.
AN DEN SCHNEE
KAISER MOMMU
Die Wolken sind von Flocken ganz erfüllt,
Der Wald scheint voll von weissen Weidenkätzchen,
Das ganze Firmament ist schimmernd hell,
Vom Wind getrieben weht der Schnee am Flusse,—
Wenn ich die weissbedeckten Pflaumenbäume
In meinem Garten sehe, möcht ich glauben,
Sie blühten schon vom Frühling ganz und gar.