[231] Das Beste über die österreichischen Verhältnisse jener Tage bietet auch heute noch zweifellos Anton Springer’s Geschichte Oesterreichs, 2. Band (Leipzig, Hirzel, 1865), so ungerecht Springer auch über Robert Blum urtheilt. — Die dreibändige „Geschichte Oesterreichs“ von Joseph Alexander Frhrn. v. Helfert „vom Ausgang des Wiener October-Aufstandes“, die zum ersten Mal theilweise die Schätze des Wiener Archivs und das handschriftliche Quellenmaterial der Familie Windischgrätz u. a. Fürstlichkeiten veröffentlichte, zeigt im Gegensatze zu Springer’s großer historischer Auffassung in widerlicher Weise das Gepräge einer junkerlich-schwarzgelben Tendenzschrift. — Nordstein’s Geschichte der Wiener Revolution ist eine armselige Vertheidigung des in Wien besiegten Radicalismus, interessant nur durch die naiv-kritiklose Mittheilung aller Actenstücke, welche das Regiment Messenhauser’s u. A. der Weltgeschichte hinterließ. Ihr am nächsten stehen Lyser, Grüner, Fenneberg u. A. — Für die folgenden Abschnitte sind außer diesen Werken alle Quellen benützt, welche zur Zeit aus jener Zeit vorhanden sind: die Augenblicksbilder, welche Gustav Kühne, Berthold Auerbach, Heinrich Laube, Julius Fröbel in seinen „Briefen“ und seinem Bericht vor dem Parlament (St. Ber. der Paulskirche), Füster, Schütte, Rosenfeld u. A. geliefert haben, insbesondere die schwarzgelben Soldschriften von Dunder, Köcher u. A.; über den diplomatischen Verkehr zwischen Dresden und dem sächsischen Gesandten in Wien betreffs Blum’s geben die sächsischen Landtagsmittheilungen (II. Kammer 1849, S. 246 fg.) Aufschluß; über die militairischen Operationen gegen Wien wurden mir von einem verehrten Freunde die reichen authentischen Berichte amtlicher Berliner Bibliotheken zur Verfügung gestellt; an Zeitungen und Zeitschriften über jene Ereignisse habe ich das seit Jahren Gesammelte im Text nachgewiesen, ebenso das handschriftliche Material, das mir zur Verfügung stand. Die Zurechtweisung der Verleumdungen Blum’s durch v. Helfert ist nebenbei besorgt worden. —

[232] a. a. O. S. 196, wo auch die offiziellen Quellennachweise für diese Anschauung erbracht sind.

[233] Springer, S. 312.

[234] Springer, S. 569.

[235] Persönliche Mittheilung von Karl Vogt an den Verfasser. — Schon Anfang September war in der Fraction des Deutschen Hofes die Rede davon gewesen, eine Deputation nach Wien zu senden. Auch damals schon hatte Blum zu der Sendung sich angeboten. Am 9. September hatte er aber der Gattin geschrieben: „Die Reise nach Wien ist in die Brüche gegangen. Die Partei ließ mich nicht fort.“

[236] Helfert, 1. Bd. S. 45.

[237] Ebenda.

[238] Helfert, 1. Bd. S. 48.

[239] Springer, S. 562.

[240] Poststempel Wien, 19. October.