»Ich hörte es bereits, Herr Doktor.«

»Der Feind ist Erik Truwor.«

Langsam brachte Dr. Glossin die Worte hervor. Und konnte ihre Wirkung Wort für Wort verfolgen.

Lady Diana, eben noch das Bild sarkastischer Überlegenheit und kalt abweisender Ruhe, erblaßte. Ihre Augen weiteten sich bei der Nennung des Namens Truwor, als ob sie ein Gespenst sähe. Ihr Gesicht war sehr bleich. Viel mehr als die heitere Ruhe offenbarte die leidenschaftliche Erregung, deren Spiegel es jetzt war, alle Wunder dieses schönen Antlitzes. In dem prachtvollen Rahmen des reichen dunkelbraunen Haares, mit den halbgeöffneten Lippen und den bebenden Nasenflügeln hatte es etwas Dämonisches. Aus ihren Augen sprühte die Glut eines flammenden Zornes, eines tödlichen Hasses.

»Erik?! … Erik Truwor …?« rief sie heftig.

Sie warf den Kopf zurück und sah Glossin mit durchdringenden Blicken an.

»Wie können Sie einen Namen aussprechen, dessen Nennung allein eine schwere Beleidigung für mich ist?«

»Ich nannte den Namen eines Mannes, der heute unsere beiden Länder schwer bedroht … und der vor langen Jahren, Lady Diana, auch einmal in Ihr Leben eingebrochen ist.«

»Was sagen Sie? Erik Truwor bedroht … bedroht das große England, bedroht das ganze Amerika? … Ein einzelner Mann die mächtigsten Reiche der Welt? Soll das ein Scherz sein, Herr Doktor …«

Ihre Stimme bekam einen drohenden Klang. »So würde mir Ihre Anwesenheit in Maitland Castle von diesem Augenblick an für immer unerwünscht sein.«