Die Züge des Zarewitsch hellten sich auf: es galt, eine Seele zu gewinnen:

»Du betest?«

»Ich habe es den andern abgelauscht!« Sie rang die Hände: »Aber meine Gebete haben keine Kraft. Die heilige Mutter hört mich nicht. Sie stößt mich zurück.«

Alexeis Mitgefühl schwoll. Er streckte die Arme, hob die Liegende auf: »Die heilige Mutter verschließt keiner Bitte ihr Ohr.«

»Ich kann selig werden?« Afranisja hielt es für geraten, noch einen leisen Zweifel zu äußern.

»Du wirst es!« entgegnete Alexei ernst.

Sie stürzte ihm zu Füßen, umfing sie, bedeckte sie mit Küssen: »Du, du sagst es! Es ist wahr!«

Welch jubelnder Eifer! – Er dachte es bewegt und konnte es sich nicht versagen, seiner Gattin davon zu sprechen. Nicht eigentlich mit der Absicht, ihr die Nachahmung dieses Vorbildes zu empfehlen, wohl aber mit dem leisen Wunsch, daß es sie zur Nacheiferung anregen möchte. Dabei gab er ein wenig zu deutlich seiner Freude Ausdruck.

Das wirkte wie ein Stachel.