Der Zar starrte auf den Sprecher, als sähe er das Gesicht eines dem Abgrunde entstiegenen Gespenstes. Ohne die Blicke von ihm zu lösen, befahl er:
»Papier! Tinte!«
Beides wurde gebracht.
»Repnin. Schreibe.« Jeder Laut kam erquält, zerrissen, undeutlich aus dem in Pein verzerrten Munde:
»Hiermit übergebe ich den Oberbefehl meiner vor Narwa liegenden Armee dem Herrn Herzog von Croy …«
»Ew. Majestät …«
Weiter kam der Einwand des Überraschten nicht. Unter der Faust des Zaren brannten die Knochen seines Handgelenks, und die knirschenden Zähne Peters weissagten einem Widersprechenden nichts Gutes.
»Der Herzog soll den Feind hinhalten, aber die Belagerung der Festung Narwa schleunigst zum siegreichen Abschluß bringen.«
Wieder versuchte der unversehens mit einem verantwortungsvollen Amt Beglückte sich gegen diesen zwiespältigen, undurchführbaren Befehl zu wehren, abermals kam sein Einspruch über einen schüchternen Ansatz nicht hinaus.
»Hast du?«