Repnin erhob sich und reichte dem Zaren die Feder.

Eine Sekunde lang schwankte sie in dessen Hand über dem Bogen. Dann fuhr sie mit scharfen, schnellen Hieben nieder und fügte den Namenszug.

»Da.« Peter schob dem Herzoge die Urkunde zu. »Da.«

Mit einer umständlichen höfischen Verneigung wollte dieser die Rolle entgegennehmen. Doch ein Zuruf Pleyers mahnte zur Vorsicht. Schon flog sie ihm vor die Füße. Kaum einen Augenblick später brach der Zar in wilden Zuckungen zusammen.

Durch die fletschenden Zähne flockte blasiger Schaum. Die Nasenflügel blähten sich zum Zerspringen. Keuchend ächzte die Brust wider einen unsichtbaren Feind. Und schneller und schneller das kochende Stoßen des Atems. Die Glieder biegen sich, bäumen sich, schieben, drängen den Leib empor und schmettern ihn mit Wut zu Boden. In heftigem Schleudern fahren die Fäuste durch die Luft, schlagen und dröhnen im Takt gegen den Estrich. Immer rasender das Toben, immer jäher Flug und Fall. Krachend prellt der Schädel auf und nieder, auf und nieder, unaufhörlich in hämmerndem Wirbel.

Und plötzlich ein würgender Ruck, ein fliehendes windendes Zappeln von Arm und Bein. Stille.

Bleich, lasch, gleich einem ausgespienen Brocken der ohnmächtige Körper. Kaum von einem Hauch bewegt.

Langsam, ganz langsam kam Peter wieder zu sich. Suchend haschten die Hände nach einer Nähe, einem stützenden Halt.

Niemand war bei ihm als der junge polnische Diener. Weiße, kühle Hände deckte er über die schmerzende Stirn.

Peter hob die Lider, schwer, mühevoll: