Ein heller Geigenton sang durch den Raum, heiter rannen die Takte. Katharina glitt, schwebte, bog und neigte sich.
Jubelnd klatschte Elisabeth in die Hände: »Fein. – Still,« sie winkte dem fiedelnden Tanzmeister ab. Von den Vorzimmern her war ein unruhiges Laufen und Huschen an ihr Ohr gedrungen.
Und schon stürzte die Fürstin Galizin tränenüberströmt ins Zimmer:
»Gnädigste Frau! Der Zar … der Zarewitsch. Er ist tot.«
»Ermordet? Barmherziger Gott!«
Die Prinzessin Anna hatte den unvorsichtigen Ausruf getan.
Die Fürstin verschloß ihr den Mund: »Wollen Hoheit sich und uns alle verderben?« Sie zog die Mädchen und den Prinzen mit sich fort.
Auch der Tanzmeister verschwand durch eine Seitentür. Es war nicht rätlich, dem Zorn des Zaren sich als Zielscheibe zu bieten.
Katharina blieb allein.
Durch die Gänge tönten die harten Tritte des Heimkehrenden.