Fest legte Katharina ihre Hand auf das Herz, das unruhig aufklopfen wollte. Es mußte still, ganz still seinen Gang gehen.

Gelassen langte sie nach ihrer Stickerei.

Ungestüm dröhnte Peter herein. Sein Atem keuchte. Die Augen waren blutunterlaufen. In den Mundwinkeln hing flockiger Schaum.

Hart blieb er vor Katharina stehen. Seine Zähne krachten unter dem wilden Biß, mit dem er sie zusammenpreßte.

»Weib!« Er schwang die Faust über sie.

Sie rührte sich nicht. Gleichmütig zog sie den Faden durch die Seide.

Diese sichere Ruhe schlug ihn. Ein Bäumen war in ihm. Es mußte sich lösen. Schmetternd prallten seine eisernen Knöchel in den großen venezianischen Spiegel hinter ihr. Klirrend barst er in tausend Splitter.

»Ist dein Haus dadurch schöner geworden, daß du eine seiner Kostbarkeiten zerstört hast?«

Diese anklagende Frage zerriß den Schleier der Wut. Unerbittlich deutlich zeigte sie ihm seine Schuld.

Ein Schauder schüttelte ihn. Vor dem klaren durchschauenden Blick Katharinas senkte er langsam die Lider.