Die Achse war gebrochen. Fluchend und im selben Atemzuge alle Heiligen anrufend, raffte sich der Kutscher auf und mühte sich, die Tür der Kalesche, an der schon ungeduldig gerüttelt wurde, zu öffnen.
Es war kein leichtes Stück Arbeit. Erst nach langem Zerren und Stemmen ging sie auf und entlud den Inhalt: einen großen, hochgewachsenen Herrn und einen schlanken, jungen Menschen.
Der Herr stand sogleich wieder auf seinen Beinen:
»Wo sind wir, Grischka?«
Der Kutscher fuhr mit seinen groben Handschuhen über das Gesicht, um es von dem ärgsten Schmutz zu säubern und spie bedachtsam beiseite:
»Das mag Gott wissen, Väterchen. Mein Kopf ist von dem verdammten Sturm, den uns der Teufel auf den Pelz gehetzt hat, so dumm, daß ich kaum noch weiß, wo rechts und wo links an meinem Leibe ist.«
»Dort ist ein Licht.« Der Diener, der inzwischen auf die Füße gekommen war, deutete auf einen massigen Schatten, der in dem frühen sinkenden Tag durch das schneeige Gestiebe dunkelte und in dessen Mitte ein kleiner trübroter Punkt erglänzte.
»Gehen wir!« Der Herr schlug den Mantel fester um sich: »Du wartest hier, Grischka, bis wir Leute schicken.«
»Wie du willst, Väterchen.«
Der mit festen Tritten Davonstapfende hört die ergebene Antwort nicht mehr. Geradeswegs durch Pfützen und Lachen strebte er dem nahen Obdach entgegen. Nach ein paar hundert Schritten war es erreicht.