Raschen starken Schrittes ging sie neben dem Hastenden durch die Gänge. Die Wachen, an denen sie vorüberkamen, präsentierten. Auf einen Wink des Grafen schlossen sie sich an.
»Wozu das?« fragte Katharina verwundert.
»Vorsicht ist stets gut!« gab Bassewitz zurück.
Sie wehrte ab: »Ein Zuviel schadet leicht.«
Flüsternd berichtete er ihr von den Absichten Menschikoffs und der Bedeutung des Mittelfensters.
Sie senkte lässig die Achseln: »Seine Verwegenheit reicht nicht an mich heran.« Sie wies auf die Soldaten: »Zu Ihrer Beruhigung mögen sie hier bleiben. Es folgt mir niemand, außer Ihnen.«
»Majestät!« In Bassewitz' Stimme bebte Sorge.
Kühl schüttelte sie den Kopf: »Nein, Graf, keine Säbel, keine Gewehre. Ich siege durch andere Waffen. – Öffne!«
Der Unteroffizier der Garde vor der hohen Flügeltür zum Beratungszimmer grüßte mit dem Degen. Aber er rührte keine Hand: