Tief beugte sich Katharina über den verzweifelnden Frager. Der feurige Strom ihrer Haare stürzte über ihn hin, hüllte ihn ein in Duft:

»Für deinen Sohn!«

»Katarinuschka!«

Alle Qual, alle Ungewißheit war ausgelöscht. Beseligt breitete Peter ihr die Arme entgegen.

Sie sank nicht hinein. Nur ihr Blick tauchte in den seinen, fest, bewußt, beherrscht.

»Den Erben deines Werkes kann die Geliebte dir nicht schenken, ihn kann dir nur die Gattin gebären.«

»Du bist es!« Peters Verlangen duldete keine Schranke mehr. In diesem Augenblicke war er bereit, jede zu überspringen, die ihn von seinem Ziele trennte.

»Vor aller Welt?«

»Vor aller Welt.« Und in plötzlichem Einfall riß er sein Tagebuch, das er in dem Aufschlag seines Ärmels ständig mit sich führte, hervor und warf rasch einige Zeilen auf das Papier.