»Da!« Er fetzte das Blatt heraus: »Hiermit erkläre ich Katharina, die Trompeterin, für meine Ehefrau und sichere der Nachkommenschaft aus meiner Verbindung mit ihr alle Rechte ehelicher Geburt zu.« Er las überstürzt, drängend.
Ohne eine Miene zu verziehen, lauschte Katharina. Sie zählte die Worte, da sie sie bei ihrer Unkenntnis der Schrift nicht lesen konnte. Es war eines mehr. Breit stand es unter allen, sicher, mannhaft.
Mit einem lockenden Lächeln sah sie von den Buchstaben auf Peter, von Peter auf die Buchstaben. Ihr Finger wies: P–e–t–e–r.
Er nickte.
»Peter!« Eine Sekunde lang schloß sie die Lider. Wie überwältigt von dem Ausblick, der sich ihr eröffnete. Nur eine Sekunde lang. Dann hoben sich die hellen Wimpern wieder. Ohne Hast nahm sie die Verschreibung an sich, erhob sich, zog den Knienden mit sich empor. Es war, als richte sie sich zu ihrer eigentlichen Größe auf.
Ein Zucken der Schulter.
Spitzen und Batist glitt an ihr herab.
In heller Schönheit stand sie in der Helle.
Ihr Kopf sank in den Nacken, ihre Lippen öffneten sich, weich, zärtlich. Ein süß schluchzender Laut:
»Peter!«