»Die in England, Schweden und Dänemark werden, weil sie deutschen Geblütes und Herkommens, die in Hispania, Frankreich und Portugal, weil die alten Deutschen selbige Länder hiebevor regieret haben, ihre Kronen, Königreiche und inkorporierten Länder von der deutschen Nation aus freien Stücken zu Lehen empfangen. Alsdann wird, wie zu Augusti Zeiten, ein ewiger beständiger Friede zwischen allen Völkern in der ganzen Welt sein.«


[Das dritte Kapitel]

Spring-ins-Feld hätte den Handel beinahe verderbet, weil er sagte: »Und alsdann wirds in Deutschland hergehen wie im Schlauraffenland, da es lauter Muskateller regnet und die Kreuzerpastetlein über Nacht wie die Pfifferlinge wachsen! Da werd ich mit beiden Backen fressen müssen wie ein Drescher, und Malvasier saufen, daß mir die Augen übergehen!«

Da sagte Jupiter zu mir: »Ich habe vermeint, ich sei bei lauter Waldgöttern, so sehe ich aber, daß ich den neidigen, dürren Tadler Momus und Zoilus angetroffen habe. Ja, man soll edle Perlen nicht vor die Säue werfen!«

Ich verbiß mein Lachen, so gut ich konnte, und sagte zu ihm: »Allergütigster Jove, du wirst ja eines groben Waldgottes Unbescheidenheit halber deinem andern Ganymede nicht verhalten, wie es weiter in Deutschland hergehen wird.«

»O nein, aber befiehl diesem säuischen Commentatori fürderhin seine Zunge im Zaum zu halten. — Höre, lieber Ganymed, es wird alsdann in Deutschland das Goldmachen so gewiß und so gemein werden als das Hafnerhandwerk, daß schier ein jeder Roßbub den Stein der Weisen wird umschleppen.«

»Wie aber wird Deutschland bei so unterschiedlichen Religionen einen langwierigen Frieden haben können? Werden die Pfaffen nicht die Ihrigen hetzen und des Glaubens wegen wiederum einen Krieg anspinnen?«

»Nein,« sagte Jupiter, »mein Held wird weislich zuvorkommen und alle Glauben vereinigen.«