»Was auch eher Sache des Barons wäre.«

»Der in mexikanischen Goldminen spekuliert und derzeit für wenig anderes Sinn hat. Als ob sie sich beklagte!«

»So bitte ich Sie, bei Ihrer nächsten Begegnung den Herrn darauf aufmerksam zu machen, daß ich – ausschließlich ich es bin, der seine Frau unmöglich gemacht hat.«

»Nichts soll mir lieber sein als diese Mission. Es ist höchste Zeit, Ihnen Einhalt zu tun.«

»Das Recht der Kritik räume ich nur Leuten ein, deren rechter Arm – Sie verzeihen – noch gebrauchsfähig ist.«

»Damit mögen Sie allerdings im Recht sein. Aber – begreifen kann ich Sie nicht. Zu meiner Zeit – Sie werden lachen – aber ich achte die Frau noch in der gemeinsten Dirne.«

»Ich im allgemeinen die Dirne noch in der anständigsten Frau –«

Drei Tage später – an einem föhnigen Vormittag, in dessen dicker Luft furchtbare Ahnung unausweichbar neuen Werdens dampft – meldet der Diener den Baron Nhilius.

Secundus empfängt ihn in der Bibliothek, aufrecht stehend, den in drei Wintermonaten ergrauten Jünglingskopf leicht zurückgeworfen, zwischen zwei bronzenen Kandelabern an das dunkelbraune Holz der Täfelung gepreßt.

Der Baron ist fett und elegant. Sein Bauch schaukelt sanft in einer prallen, taufarbenen Weste. Sein Gesicht weist in den ineinander schwimmenden Konturen Spuren einer dumpfen, traurigen Schönheit. Die Augen sind von der unruhigen Müde schwer Herzkranker, die Lider klappen ab und zu wie Sargdeckel herab und sind dann mühsam zu heben. Der Atem weht asthmatisch durch blond behaarte Nasenlöcher.