Wir wählten zwei geeignete Plätze auf der hohen, sandigen Uferböschung und legten uns in Anschlag.

Die Herde mußte, wenn sie stromauf entweichen wollte, an mir, stromab an dem Unteroffizier vorbei und über flachere Stellen hinweg, was die Flußpferde vermeiden, wenn Gefahr ist.

Weinrot und glänzend erschienen die Körper der plumpen Dickhäuter, wenn sie auftauchten.

Wir hatten beide große Übung im Schießen und schossen nur nach dem Gehirn. So brachten die ersten vier Schüsse vier Nilpferde zur Strecke, die auf der Stelle tot waren. Dann bekam die Sache als Schießsport einen gewissen Reiz; denn die Tiere steckten, vorsichtig gemacht, die Köpfe nur auf Sekunden aus dem schützenden Naß, um fauchend Luft zu schnappen und sich umzusehen. Da mußte das Ziel schnell erfaßt und sofort geschossen werden, was um so schwerer war, als wir nur starke Tiere schießen wollten und jedesmal die Frage erst beantworten mußten: ist es ein großer Kopf? Und dann war er bereits wieder auf Minuten verschwunden. Trotzdem hatten wir in kurzer Zeit acht starke Nilpferde getötet. Ein angeschossenes Stück, das aus der Nase schweißte, machte es uns recht schwer, weil es zwischen den gesunden auftauchte; als wir auch dies zur Strecke hatten, hörten wir auf. Kein anderes Tier war angeschossen! Wenn es auch kein Jagderfolg war, der Freude machen konnte, war es jedenfalls ein Schießresultat, mit dem wir uns hätten sehen lassen können.

Jetzt schickten wir Boten in die umliegenden Dörfer, und es kamen an dreihundert Eingeborene mit Beilen, Messern und Stricken. Einbäume wurden herbeigeschafft, und die erlegten Tiere mit vereinten Kräften auf die Sandbänke gezogen. Auf den Lärm hin verließen einige der überlebenden Dickhäuter das Schlachtfeld und rannten über die Sandbänke in entferntere Wasserbecken.

Wo sie durch flaches Wasser hindurchliefen, spritzte es mit Getöse nach den Seiten.

„Ein alter Flußpferdbulle richtete sich auf und sah herüber, als ich hinter dem Schilf hervortrat.“ ([Seite 152.])


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