Auch mir versuchten meine Askari und Träger einzureden, das Wild müsse geschlachtet werden.

Ich drehte aber sofort den Spieß um und sagte, ich dürfe nicht von geschächtetem Wild essen, deshalb verbiete ich es.

„Dann essen wir es nicht.“

„Es ist mir lieber, ihr verhungert, als daß ich hungern muß.“

Anfangs sahen die Strenggläubigen zu, ohne mitzuessen; sie hofften immer noch, ich würde nachgeben und vielleicht erlauben, daß ein besonderes Stück für sie geschlachtet würde. Später siegte der Hunger, und im Verlauf der Expedition sprach kein Mensch mehr davon. Jedem Neuling wurde gesagt: „Der Herr will es nicht.“

Viel schwieriger ist es bei privaten Expeditionen gegen solche Vorurteile anzukämpfen, und ich werde darauf zurückkommen, wenn ich von meiner Jagdreise in die Massaisteppe erzähle. —


Geier und Marabu.

Wenn man von Flußpferdjagden spricht, sind Aasvögel und Krokodile nicht leicht davon zu trennen; sie finden sich schnell ein, und die Stelle, an der ein erlegtes Nilpferd liegt, wird sehr bald zum Schauplatz eines bunten Treibens.