Als das meine Leute von den umstehenden Bäumen aus sahen, kamen sie auch herbei.

Mähnenlöwe (in Ostafrika selten; ich überraschte einmal vier Mähnenlöwen an einem geschlagenen Zebra).


GRÖSSERES BILD

Dutzende von frischen, etwa sechs Zentimeter breiten Speerstichen im Hinterteil des Büffels zeigten, auf welche Weise die Fallensteller versucht hatten, das Tier zu töten und erklärten mir auch das schmerzerfüllte Brüllen, das ich vorhin gehört hatte. Ich photographierte den Büffel in der Grube und gab ihm den Fangschuß.

Büffelstier, in einer Wildgrube lebend gefangen.

„Ein so schönes, großes Gehörn habe ich noch nie gesehen,“ sagte der Führer, der hoffte, alle Mühe und Arbeit sollte nun zu Ende sein. Als ich ihm aber erklärte, dies sei nicht mein Büffel, ich wollte meinen Büffel ohne Hilfe der Wapare schießen, meldete er mir, er müsse nach Hause, seine Bibi erwarte den Klapperstorch. „Was haben bloß die Weiber immer mit meinen Jagden zu tun?“ dachte ich. Da ich aber schon lange an derartige seltsame Fernwirkungen nicht mehr glaubte, entgegnete ich ihm: „Erst wollen wir noch einen Büffel haben, so lange kann deine Frau noch warten.“ — Damit mußte er zufrieden sein; denn wie fast immer bei den Negern, war der Grund seines Urlaubsgesuchs erfunden.

Ich legte mich auf die Lauer und ließ den Führer die vorhin gehörten Zurufe wiederholen und dadurch die Fallensteller heranlocken. Es gelang, sieben der wild aussehenden, mit Bogen, Keulen, Schwertern, Speeren und Messern bewaffneten Kerle zu fangen, die ich gebunden nach Moschi sandte, wo sie mit mehreren Monaten Kettenarbeit bestraft wurden.[17]

Das war ihr Lohn für die Hilfe, die sie mir unbeabsichtigt geleistet hatten.