Bei dem Wild ließ ich zwei meiner Leute, die den Kopf abschneiden und das Fleisch zerteilen sollten, was bei der Lage und der Größe des Büffels in der engen Grube keine geringe Arbeit gewesen sein wird. Zum Glück waren mehrere meiner Träger den Schüssen gefolgt, so daß ich die Gefangenen zum Lager schicken und mehr Leute zum Fleischholen bestellen konnte. Ich pirschte weiter und traf auch bald wieder auf die Büffel. Als ich ihnen nahe war, hakte ein Dornzweig an meiner Jacke und schnellte mit Geräusch zurück; die Büffel sausten los. Die Fährte, der ich noch kurze Zeit folgte, führte an Dutzenden von Wildgruben dicht vorbei; leicht hätten noch mehr Büffel da hineinfallen können.
Die Wildgruben.
Die Gruben waren mit großer Sorgfalt und vielem Geschick angelegt, oben etwa 1,10 Meter breit und 3 Meter lang, 2,50 Meter tief, und verengten sich nach unten stark.[18] Auf halber Länge der Grube war in dem harten Tonboden eine achtzig Zentimeter hohe Querwand stehen gelassen, die verhindert, daß der Büffel die Hinterläufe zu weit nach vorne setzt und sich so herausarbeiten kann. Durch sein eigenes Gewicht wird der unglückliche Gefangene hier so in den Schacht gepreßt, daß die Flanken der Atembewegung nicht mehr ausweichen können und die Läufe dicht aneinander liegen, ohne die Sohle der Grube zu erreichen. Über die Fallen sind dünne Stöcke gelegt und darauf trockene Blätter und Gras.
Wapare, die ich beim Büffelfang ertappte.
Die Gruben befanden sich in den Wechseln der Büffel.
Wenn auch die ausgehobene Erde sorgfältig verdeckt worden war, war es bei Tage nicht schwer, die gefahrdrohenden Stellen zu sehen. Aber die Büffel werden nicht mit den Augen sichern, sondern mit der Nase. Die Wildsteller versuchen außerdem die Herde in schneller Gangart über die Fallen hin zu drücken, so daß die Wahrscheinlichkeit groß ist, daß ein Büffel, dem engen Pfad folgend, hineinstürzt.
Da keine Aussicht mehr war, die flüchtige Büffelherde heute noch zu erreichen, ging ich, um Platten zu entwickeln und die Kassetten meiner Kamera neu zu füllen, zu meinem Hauptlager am Jipesumpf zurück. Da kamen Leute und baten mich, gegen Abend einige Krokodile abzuschießen, die es sich an der Schöpfstelle des Dorfes allzu bequem machten. Ich schoß zwei der großen Echsen; ein Neger suchte die Tiere herauszuziehen, kam aber sofort zurück und beklagte sich über die Blutegel, die ihn im Wasser angefallen hätten.
Am nächsten Morgen suchte und fand ich bald frische Büffelfährten und folgte ihnen.