Auf Umwegen leitete uns der Weg der Büffel heute an den Abhang des Berges. Immer schwieriger wurde es, ohne Geräusch vorwärts zu dringen, da wir durch verwachsene Schluchten und tief ausgewaschene Täler an steinigen Berghängen entlang geführt wurden.
Der alte Makange schlich vor mir. Er drehte sich mehrmals um, hob die kleine Holzkeule, die er in der Hand hielt, bedeutungsvoll und flüsterte: „Karibu ya kulala!“ („Sie sind dicht vorm Hinlegen!“) Das sah er aus der trägen Gangart der Tiere. Ich zog die Gummisohlen an, legte die steifen Ledergamaschen ab, zog den Rock aus, machte den Gewehrriemen von der Büchse los, weil er an Büschen hängen bleiben kann und setzte eine kleine Kappe auf, die weniger Geräusch macht als der breitkrempige Filzhut, wenn Blätter daran entlang streifen.
Äußerste Vorsicht war jetzt geboten.
An einer sandigen Stelle füllte ich mir die Hosentasche mit trockenem Staub und ließ von Zeit zu Zeit etwas davon fallen, um den Wind zu prüfen.
In dem dichten, von hohem Grase durchsetzten Busch, durch den die Büffel ihren Weg genommen hatten, war bestenfalls auf zehn Schritt zu sehen.
Es war kein Gehen mehr, es war ein Schleichen, ein Sichvorwärtsschlängeln, um jedes Geräusch zu vermeiden. Und dennoch: Wenn ich einmal stehen blieb und die Träger abwartete, die leise gingen und doch zu hören waren, dann hielt ich es für unmöglich, ungehört an die Büffel hinanzukommen; denn allein das Gras, das an den Beinen entlang strich und die trockenen Blätter, die dicht im Wege lagen, machten so viel Geräusch, daß es die ruhenden Büffel hören mußten!
Das stundenlange Vorwärtsschleichen und vergebliche Spähen ermüdet und macht schließlich ungeduldig, man vergißt die Vorsicht und geht zu schnell, ein trockener Ast knackt unter dem Fuße, ein Zweig schnellt zu plötzlich in seine Ruhestellung zurück, die Büffel stehen dicht dabei — — und alle Anstrengung war umsonst.
Wenn man nur ungefähr wüßte, ob die Tiere nahe sind!
Ich erwarte die Neger, setze mich hin und lasse mir Frühstück geben.