Büffel auf acht Schritte angepirscht.

Zwei Schritt turne ich noch vorwärts, ohne daß sich ein Steinchen löst oder ein Zweig knackt, hebe mich etwas und sehe den Rücken und das Hinterteil eines ruhenden Büffels, acht Schritt vor mir, wie im Kuhstall! Es ist sehr dunkel unter den Büschen, trotz der hellen Mittagssonne, doch erkenne ich bald auch im Schatten die Enden der Hörner, weit auseinander liegend, und zweifle gar nicht daran, daß ich einen starken Bullen vor mir habe.

Ich fühle unsagbare Freude, daß es mir gelang, ein Tier mit so feinen Sinnen auf die geringe Entfernung angepirscht zu haben.

Nach einer Weile regt es sich an einer entfernteren Stelle unterhalb im Busch, wo ein anderer Büffel etwas bemerkt zu haben scheint. Mein Wild erhebt sich langsam, ich kann die Umrisse beurteilen, und als es eben auf allen vier Läufen steht, schieße ich schräg von hinten auf den Rumpf.

Sofort rollt der Büffel zu Boden. Zweiter, dritter Schuß! Wildbrüllend arbeitet er sich wieder hoch, auf mich zu!

Ich weiche nach rechts aus, drücke mich an den Grabenrand und schieße den vierten und fünften Schuß. Mit einem tiefen Röcheln senkt sich der Kopf des vornüber stürzenden Büffels neben mir in den Graben.

Ich halte die Mündung der Büchse dem riesigen Tiere auf den Nacken und zerschmettere ihm die Wirbelsäule.

Das alles geschah in wenigen Sekunden; die Schüsse folgten aufeinander so schnell, wie man mit großer Übung überhaupt repetieren kann.

Der sechste Schuß war hinaus, — meine Büchse leer.