Das Gehörn des Büffels lag etwa ein Meter von meinem Knie entfernt.
Ich kniete noch fast an derselben Stelle, an der ich den ersten Schuß abgegeben hatte; die Tatsache machte dem Neger, dem einzigen Zeugen des wilden Vorganges, großen Eindruck.
Erst jetzt polterte die Herde der Büffel mit lautem Krachen den Abhang hinunter, ohne daß in dem dichten Gebüsch etwas zu erkennen war. Ich fand dadurch bestätigt, was der Führer vorher wiederholt behauptet hatte: „Wenn die Büffel in der Mittagshitze schlafen, kann man zwei, drei schießen, bevor sich die Herde erhebt!“ (Vorausgesetzt, daß man selbst die Büffel sieht!)
Ich betrachtete meine Beute; es war eine Büffelkuh. Die starken Hörner setzten erst an der Seite des Kopfes an, während die Stirnfläche, die beim Stier mit Hornwulsten bedeckt ist, nur Fell trug. Der Schädel mit den Hörnern allein hätte schlecht ausgesehen, ich beschloß deshalb den Kopf mit Fell bis zur Schulter zu präparieren und machte mich mit zwei Leuten an die Arbeit, während Irambe Maridadi zum Lager ging, um Leute zu holen und den Koch und die Boys zu der Lagerstelle von vorgestern hinzubestellen; ich wollte in der Frühe des nächsten Tages noch einmal die Hänge absuchen.
Wir arbeiteten drei Stunden lang hart; als die Träger kamen, war die Kopfhaut abgezogen und der Büffel in vierzehn Fleischlasten zerwirkt, auch eine große Menge Fett für die Küche bereit. Das starke Fell aber wurde von den Negern zur Anfertigung von Sandalen begehrt.
Der Abend war nahe, als ich mit drei Leuten aufbrach.
Die Neger rieten davon ab, den Weg zum kleinen Lager zu nehmen, es sei weiter, als ich glaubte; dennoch blieb ich bei meiner Absicht.
Die Dunkelheit brach herein; der beschwerliche Weg durch Dornen, Gestrüpp und Gras wollte kein Ende nehmen.
Wie zersetzend wirkte die Müdigkeit auf uns.
Die Neger rieten, liegen zu bleiben, wo wir waren.