Sieben und eine halbe Stunde waren wir unterwegs, als wir das rote Tal durchquerten und auf der anderen Seite plötzlich die Elefanten vor uns sahen. Der eine stand mit dem Kopf im dichten Laub eines Baumes, der andere außerhalb im Schatten.
In dieser Stellung lohnte es nicht, eine Aufnahme zu machen; deshalb wartete ich geduldig und verabredete mit meinem Begleiter, wie wir es anstellen wollten, heute eine Reihe guter Elefantenbilder zu machen.
Ich wollte ohne Gewehr an die Elefanten hinangehen, um zu photographieren, er sollte mit der Büchse bereitstehen, um im Notfalle zu schießen.
Wir setzten uns ganz gemütlich hin und frühstückten in der seltenen Nachbarschaft zweier Elefanten mit einer Ruhe, als hätten wir den Erfolg schon in der Tasche.
Endlich bewegten sich die Elefanten; der außerhalb des Baumes stehende drängte den anderen zur Seite. Nun hatten sie beide nicht in dem Laub des Baumes Platz und gingen weiter.
Da kamen sie in den Sonnenschein und blieben, wie schlaftrunken, schon an dem nächsten, hochstämmigen Baume stehen, der sehr wenig Schatten gab. Das war mir sehr willkommen.
Der Wind war gleichmäßig, so daß ich nicht zu fürchten brauchte, bemerkt zu werden.
Photographische Aufnahmen.
Ich ließ meine Büchse an einem Strauch stehen und schlich langsam mit der Kamera dem Elefanten näher. Als ich auf etwa fünfzehn Schritt hinan war, warf sich der rechtsstehende, größere Elefant plötzlich hin und begann laut zu schnarchen.
Diesen Augenblick völliger Unbefangenheit benutzte ich, um mich den Tieren auf acht Meter zu nähern; ich stellte die Entfernung an der Kamera ein und machte eine Aufnahme. ([Abbildung Seite 251.]) Von dem liegenden Elefanten sah ich nur die Wölbung des Leibes; ich hielt deshalb die Kamera hoch über den Kopf, um unter allen Umständen wenigstens eine Spur von dem Schläfer auf der Platte zu bekommen als Beweis, daß der Elefant auch in der Wildnis liegend schläft, wenn er sich sicher fühlt. Auf der [Abbildung Seite 251] sieht man denn auch die Wölbung des Leibes und die Säulen die nach rechts liegen. (Der Elefant lag auf der rechten Seite; der Rüssel zu mir her. Dicht vor mir im Grase hörte ich das Schnauben zu meinen Füßen.)