Es wird wohl das erstemal sein, daß ein Jäger vor einem afrikanischen Elefanten stehend photographiert wurde: daß Wild und Jäger auf derselben Platte gezeigt werden, während der Elefant nichts davon ahnt.

Als ich wieder dicht vor dem Elefanten stand, erhob sich plötzlich der zweite, kleinere, und reckte den Kopf und Rüssel hoch in die Luft, — er gähnte —. Diese merkwürdige Stellung wollte ich festhalten, hob den Apparat schnell und knipste, kam aber einen Augenblick zu spät; denn wie die [Abbildung Seite 261] zeigt, hat der Elefant im Moment der Aufnahme den Rüssel bereits nach hinten gelegt, und weil ich mit einem zu kurzen Ruck abknipste, ist das Bild ein wenig „verwackelt“.

Die [Abbildung Seite 261] ist leider nicht ganz scharf. Die Gehöre des nächststehenden Elefanten sind in Bewegung. Das Auge ist zu erkennen, ebenso der linke Zahn. Von dem zweiten Elefanten, der sich gerade aufrichtet, sieht man nur den linken Zahn hoch oben in der Luft und den nach hinten gebogenen Rüssel.

Jetzt standen beide Elefanten Rücken an Rücken, wie die [Abbildung Seite 263] zeigt.

Als ich meine zwölf Platten belichtet hatte, nahm ich die Büchse zur Hand, ging zur Sicherheit auf etwa dreißig Schritt zurück und wollte versuchen, wann die Elefanten auf mich aufmerksam würden, wenn ich mich absichtlich bemerkbar machte.

Wenn ich über den Wind gegangen wäre, hätten sie mich sofort gewittert; darüber war kein Zweifel. Auch war mir klar, daß der Elefant aufmerksam auf mich werden mußte, wenn ich heftige, schnelle Bewegungen gemacht hätte.

Wir standen beide vor einem kleinen Busch und fielen nicht allzusehr auf; dennoch ist es merkwürdig, wie spät uns die Elefanten bei den nun folgenden Versuchen wahrnahmen, wie lange es dauerte, bis sie mißtrauisch wurden.

Ich pfiff zuerst die Signale einiger Vögel.

Jedesmal hielt der uns zunächst stehende Elefant die Gehöre einen Augenblick still, setzte aber das Klappen fort, sobald ich verstummte.