Auch den Kehrreim des „Star“ von Oskar Straus hörte sich der Elefant mit stillstehenden Gehören an und beruhigte sich darüber.

Als ich das ganze Lied pfiff, drehte er sich halb um, auf mich zu.

Einen ganz geringen Verdacht, daß das Pfeifen von einem fremden Vogel herrühre, hatte er schon, und als ich ein anderes Lied anfing, wandte er mir den Kopf ganz zu, spreizte die Gehöre, hob den Rüssel hoch über den Kopf, wie um Wind zu suchen und stieß einen schwachen, trompetenden Ton aus. Dann drehte er sich um, und beide Elefanten gingen.

Spaziergang hinter einem Elefanten.

Nun lief ich hinterdrein und schrie laut, um die Elefanten zu reizen. Anfangs beschleunigten sie ihre Tritte, dann drehten sie sich um und prusteten unwillig. Sofort blieb ich stehen und war still, so daß die Elefanten wieder keinen Anhalt hatten, wo und wer ich war. Sie trabten so schnell davon, daß ich das Spiel aufgeben mußte.

Todmüde, aber sehr zufrieden mit dem Erfolg des Tages kamen wir erst gegen neun Uhr am Abend ins Lager.

Gewiß hatte ich mehr von meinen Bildern erwartet als ich einige Monate später auf den entwickelten Platten sah (ich entwickelte damals noch nicht selbst im Zelt); aber schon diese Bilder fanden großes Interesse; waren es doch die getreuesten Urkunden für das, was ich erlebt und gesehen hatte.

Zum Glück plagte mich damals noch keine Sorge, ob ich die wertvollen, kaum zu ersetzenden Aufnahmen auch heil bis dorthin bringen würde, wo die ersten fertigen Kopien dem Kamerajäger die Beruhigung geben, daß seine Trophäe für alle Zeiten gerettet ist; ich schlief fest und gut nach den Anstrengungen der Fährtenfolge.

Am nächsten Morgen lag dicker Nebel über dem Fluß und den weiten Schilfniederungen des Tals.