Ich war lange vor Sonnenaufgang unterwegs, um zu pirschen und kam in einen Wald von Mangobäumen, in dem es stark nach faulenden Mangofrüchten und nach Elefantenlosung roch.
Ein Neger ging vor mir, er wollte mich an eine Stelle führen, wo ein starker Buschbock sei.
Plötzlich bückte er sich, wandte sich um und sagte:
„Eh! bana!“
Er war mit dem Fuß gegen einen Berg Elefantenlosung gestoßen und hatte gefühlt, daß sie noch warm war.
Da ging ich ganz vorsichtig weiter und hörte plötzlich ein lautes Schütteln vor mir in den Bäumen; dann raschelten Dutzende von Früchten durch die Zweige und Blätter hernieder und klatschten auf den Boden: Affen oder Elefanten!
Ich blieb stehen. Das Schütteln wiederholte sich etwa alle fünf Minuten. Allmählich wurde es heller und ich sah unter den dunklen Bäumen, zwischen säulenartigen Stämmen einen großen Elefanten stehen.
Er ging auf einen starken Baum zu, hob den Kopf, nahm den Stamm zwischen die beiden langen, hellgelben Zähne, legte den Rüssel an dem Stamm entlang senkrecht nach oben und brachte den Baum durch Vor- und Zurückwiegen seines ungeheuren Körpers in Bewegung. Die Früchte prasselten nieder. Der Elefant ging mit kleinen, langsamen Schritten rund um den Baum, nahm mit dem Rüssel die Früchte einzeln auf und steckte sie in den Schlund.
Er wiegte sich gemütlich auf den Säulen[27] hin und her; die großen Ohren bewegten sich langsam, wie Segel, die bei Flaute an den Mast schlagen.