Unter einem großen Baume brannte ein Feuer; wir gingen auf fünfzig Schritt daran vorbei. Ein Mann erhob sich, nahm ein großes, brennendes Holzscheit, hielt es über den Kopf und sah scharf nach uns herüber. Wir blieben einige Minuten stehen; in der langen Linie der sechzig Menschen hörte man nicht das leiseste Geräusch. Dann gingen wir weiter. Die toten Matamastengel krachten unter unseren Füßen, doch der leuchtende Wächter blieb mit seiner Fackel stehen; er mochte das Geräusch Flußpferden zuschreiben, wenngleich er noch immer zweifelnd und angestrengt herüber starrte.

Plötzlich stieß mein Fuß an einen weichen Gegenstand; es war ein mit Kafferkorn gefüllter Sack. Ich fürchtete, daß ein Mann uns bemerkt und den Sack fortgeworfen habe.

Besorgt sah ich auch, als wir unaufhörlich weitermaschierten, nach dem östlichen Himmel, der schon heller wurde; die Gräser vor uns traf das erste schwache Licht. Ich drängte vorwärts; denn die Lagerfeuer waren noch nicht zu sehen!

Aber die Eile nutzte nicht mehr; der Tag brach herein. Hinter weiten, kahlen Sandflächen mit Schilfinseln standen in der Ferne die Mangobäume, bei denen das Lager der Wapoporo sein sollte.

Jetzt merkte ich woran ich war: die Führer hatten Angst gehabt, bei Nacht in die Nähe der Aufständigen zu gehen und hatten uns, weil wir so früh aufgebrochen waren, auf Umwege geführt. Mein Plan war vereitelt; (ich hatte gehofft, die Lagerfeuer in der Dunkelheit zu finden und mich in der Nähe verstecken zu können, um bei Tagesanbruch einen plötzlichen Überfall auszuführen) trotzdem liefen wir weiter, kamen in ein Dorf und auf einen Kreuzweg mit frischen Fußabdrücken im Staub.

Als wir dem Wege folgten, fielen aus dem hohen Schilf Schüsse.

Wir waren in einer ungünstigen und gefährlichen Stellung und liefen vor, bis wir in freie Flächen kamen, die mit kniehohem, blaublühendem Unkraut dicht bestanden waren.

Posten der Aufständigen stiegen von den Bäumen und eine Schar Bewaffneter zog sich hinter einem Hügel in den Busch hinein. Kurz darauf fanden wir das verlassene Lager. Über siebzig Bettstellen standen auf einem Hügel; mehr als hundert Lagerfeuer brannten, und Töpfe mit Essen standen darüber. Auch ein kleines Gehöft dicht bei dem Feldlager zeigte Spuren, daß dort viele Menschen gehaust hatten.

Durch die Schuld der Führer war der Überfall mißglückt. Anders wäre es wahrscheinlich gekommen, wenn ich eine Karte von der Gegend gehabt hätte, aus der ich mir selbst eine Anschauung über die Entfernung hätte bilden können, oder wenn der Akide bei mir gewesen wäre, dem ich mehr trauen durfte als den feigen Negern.