So teuer konnte kein Neger auf die Dauer sein täglich Brot bezahlen. Es war auch unmöglich, die Askari bei diesen Preisen zu verpflegen; für den Askari ist 10 Heller (13 Pfennig) Verpflegungsgeld (täglich) festgesetzt; ich mußte deshalb in Mohorro Getreide bestellen.
Am Flußübergang bei Mtanza. Askari, Frauen und Boys.
Hungersnot.
Die Eingeborenen litten bereits unter der Hungersnot, und man merkte, daß sich die Zahl der Einwohner in den Dörfern lichtete; die Neger gingen in Bezirke, in denen die Not geringer sein sollte.
Für die Zurückbleibenden waren die Mangofrüchte eine willkommene Hilfe. Als die Zeit der Reife näher kam, zogen die Neger zu hunderten in die Mangowälder der Umgegend.
Alle Mangobäume sind von Menschenhand gepflanzt und bezeichnen deshalb meist die Plätze, an denen Neger gewohnt haben, die aus irgend einem Grunde ausgewandert sind. In der Regel ist Trinkwasser in der Nähe. Die Eingeborenen konnten deshalb in der Zeit der Mangoreife ihre Wohnsitze nach den nahrungspendenden Mangowäldern verlegen und richteten dort im Busch kleine Feldlager ein.
Aus Stangen bauten sie kleine Hütten, deckten Gras darüber und legten rundum einen Zaun von Dornzweigen, um sich gegen Raubtiere zu schützen. Das ganze hieß „Boma Porini“: das Lager im Walde.
Solche Dornverhaue, mit kleinen Hütten, traf ich oft an, wenn ich in der Umgegend umherstreifte, und da ich selbst kein Verächter der Mangofrüchte war, schlug ich auch wohl mein Zelt unter den schattigen, dunkeln Bäumen auf.
Eines Abends saß ich an einem solchen Platze vor meinem Zelte und schrieb.