Unstet sehen sie aus; wie das Geld, das durch ihre Finger geht.

Nur die Geldsäcke, das Geld von der schmutzigen Kupfermünze aus der Hand des nackten Waniamwezi bis zum Scheck auf die Chartered Bank of India in der Ebenholztruhe neben harmlosen Bohnen und Kwemenüssen: das ist ihre Heimat.

Vielleicht klingt auch das zu heftig; der Gedanke, daß Deutschland eine große Kolonie mit schwerem Geld unter seinen Schutz nimmt, damit Händler fremder Rasse ungeziemenden und dem Lande schädlichen Gewinn daraus ziehen, ist unerquicklich; wir haben selbst fleißige Männer genug, denen der Handelsgewinn aus dem natürlichen Reichtum des Landes zu gönnen wäre, und nur an Orten, deren Klima dem Weißen verderblich wird, ist der Inder nicht immer zu entbehren, zur Vermittelung der Ausfuhr einheimischer Produkte.

So sagen die, die an ihrem eigenen Geldbeutel die lästige Konkurrenz des geschmeidigen, bedürfnislosen Inders erfahren haben.

Die Firmen, die ihr Geschäft auf den indischen Kleinhändler zugeschnitten haben und die das viel getadelte Kreditsystem stützen, sagen, der Inder hole doch wenigstens etwas aus dem Lande heraus; wenn er ein Geschäft dabei mache, solle man es ihm gönnen. Dafür lebe er jahrelang so einfach.

Und dann wird man gefragt: „Wollen Sie sich hinstellen und stundenlang mit einer Bibi um ein Baumwollentuch handeln? Wollen Sie Mais, Matama, Öl und Perlenketten verkaufen? Wollen Sie? Na, also! Der Weiße ist doch dazu zu fein.“

Ich aber dachte mir, daß ich es schon einrichten wollte, und so werden viele denken.

Wahre Kulturarbeit.

Sowie kein Inder im Lande wäre, würde sich kein Arbeitgeber scheuen und kein Ansiedler zu fein sein, einen Laden zu halten, in dem der Neger alles billig bekommt, vom Baumwollentuch bis zur Nähnadel. Jeder dritte Suaheli eignet sich jetzt schon dazu, eine „duka“ zu verwalten und täglich Abrechnung zu machen!

All die wertvollen Produkte aber: Elfenbein, Gummi, Kopal, Getreide, Baumwolle, Ölfrüchte, Schildpatt, Wachs könnte der Europäer aufkaufen und würde, wenn er es versteht, die Neger anständig zu bezahlen (selbst wo größerer Gewinn dem Naturkinde leicht abzuringen wäre), bald das Vertrauen ganzer Stämme haben, würde viele Arbeiter in seine Nähe locken und eine wahre Kulturarbeit leisten können.