Schlimme Nachrichten brachte der alte Mann: Weit oben am Rufiyi, hinter den Panganischnellen, seien sehr böse Schenzi (wakali sana), die von Tag zu Tag wilder würden. Der Zauberer Hongo sei bei ihnen und mache sie unverletzlich; er gebe ihnen Mittel gegen die Geschosse der Askari.

Der breitnasige Alte wollte uns den Weg zeigen.

Am nächsten Morgen marschierte ich ab.

In den ersten Tagen ging es immer an den Fluß entlang; durch Ebenen mit hohem Gras und Mangobäumen, Schamben und Dörfern am Wasser.

Weit im Norden tauchte ein Gebirge mit schroffen Höhen auf: die Uluguruberge.

In verlassenen Dörfern traf ich mehrmals Wasserböcke, denen das Kraut, das auf dem Ackerboden wuchs, besonders zu schmecken schien.

Während in allen friedlichen, mir unterworfenen Dörfern auf einer aus Untermast und Stenge zusammengesetzten Stange ein weißes Tuch wehte, war in den Dörfern, deren Bewohner sich einmütig zum Feinde erklärten, mitten auf dem Platz vor dem Hause des Jumben ein Topf so eingegraben, daß der obere Rand mit dem Erdboden abschnitt.

Tagelang sahen wir keinen Menschen; um so mehr Wild: außer Flußpferden und Krokodilen auch Wasserböcke und ganze Herden von Swallahantilopen.

Wir kamen an Berge, die der Rufiyi in tiefem Bett durchbrochen hat, verließen jetzt das Ufer des Stromes und stiegen in wunderschöner, wilder Landschaft zwischen Felsen empor.

Ich schoß eine Kuhantilope, die sich ein Horn abgestoßen hatte; eine Hornplatte bedeckte die Bruchstelle über dem Knochen. ([Abbildung Seite 180.])