Schnell erhob ich mich und erschoß einen langen Neger, der mir am nächsten stand. Alle Askari waren aufgesprungen und schossen; dann stürmten wir aus den Büschen hinaus, in das Lager hinein.
Die Bilder, Eindrücke, kurzen Überlegungen wechselten in den nächsten Minuten so schnell, daß ich sie nicht festhalten konnte und noch weniger beschreiben kann.
Die Aufständigen drückten ihre Flinten ab und flohen so schnell sie konnten.
Lauer lief nach links; mir folgten drei oder vier Askari.
Im Laufen kann man nicht schießen; auch nicht auf kurze Entfernung. Ich muß stehen bleiben und schieße. Dann wieder wild drauflos!
Mein Boy Hassani ist dicht hinter mir und hält mir nach jedem Schuß einen neuen Ladestreifen mit fünf Patronen unter die Nase: „Bana, bana!“ (Er glaubt, ich hätte verschossen.)
Links von mir läuft ein Neger, deutet auf seinen Fuß und ruft: „Nimekwisha kupigwa.“[48] — Entsetzlich! — dann stürzt er, durch die Brust geschossen, vornüber und schlägt mit den Armen um sich.
Hinter dem Dorf lag ein weites, abgeerntetes Mohogofeld. Darin liefen die mit Gewehren Bewaffneten und zeigten uns nur den Rücken. Andere, die große Bogen, Köcher und Pfeile trugen, blieben schon hinter den Häusern in niedrigem Gebüsch und hinter bewachsenen Erdhügeln stehen. Giftpfeile schwirrten.
Bald wurde dem Gefecht ein Ende gemacht durch die Dreistigkeit meiner Träger, die hinter den Fliehenden herliefen und mit dem rungu[49] auf jeden einschlugen, der sich nicht gefangen geben wollte.