Ein Askari war schwer verwundet; er hatte einen Schuß in die Brust bekommen und die Kugel war noch drin.
Sanitätsunteroffizier Lauer verband ihn. Es war wenig Hoffnung; aber Lauer sagte, daß es gut werden könne, wenn der Mann mit dem sauberen Verbande schnell nach Mohorro gebracht würde, wo er gute Behandlung habe.
Deshalb sandte ich den Betschausch und zehn Askari sofort nach Mtanza, mit dem Auftrage, den Verwundeten so schnell als möglich in einem Boote zur Küste zu schicken.
Die Boma in Mtanza mußte schleunigst wieder besetzt werden; denn ich fürchtete, daß die Aufständigen meine Abwesenheit benutzten, um einen Einfall in die friedlichen Gebiete am Rufiyi zu machen.
Ich hatte nur noch Unteroffizier Lauer und zehn Askari bei mir und schleppte vierundzwanzig Gefangene mit, darunter neunzehn Weiber, die nicht schnell gehen konnten.
Die Gefangenen befreit.
In der folgenden Nacht lagerte ich, um nicht bemerkt zu werden, ohne Feuer im Busch. Am Morgen erwachte ich, als ein Askari in mein Zelt kam und meldete, die Gefangenen seien weg und alle Askari hinter ihnen her. Erschrocken und entrüstet ging ich aus dem Zelt und fand erst keine Erklärung für das Verhalten der Askari und dafür, daß weder Lauer noch ich etwas gehört hatten. Wir setzten uns auf die Kochkiste und warteten, bis es hell wurde und die Askari einzeln wieder ankamen.
Gegen drei Uhr am Morgen hatte der Posten gesehen, daß die Gefangenen, die gebunden neben unserm Zelt lagen, davonliefen. Er hatte schnell die Askari geweckt und die waren sofort aufgesprungen und hinterdrein gelaufen. Nur ein alter Sudanese, der schlecht laufen konnte, blieb und weckte uns, als die Askari schon außer Rufweite waren.
Auf wen sollte ich böse sein?