Und es war eigentlich ein Leichtsinn, daß wir uns der Gefahr aussetzten.

Die Rohrstengel stachen uns durch das dünne Zeug, die Sonne glühte und die stinkenden Neger mit ihren unschlüssigen Gesichtern konnten einem das letzte bißchen Energie rauben!

Trotzdem ging uns der Humor nicht aus, und Lauer wußte es geschickt einzurichten, daß die größten Angsthasen bis zuletzt zurückblieben.

Dann wurden sie alle in das Boot gepackt und saßen zitternd darin, während es hinüberfuhr; doch ehe das Boot ganz am andern Ufer war, warfen wir es plötzlich um und die ganze Gesellschaft strampelte in dem flachen Wasser umher.

Am Ufer stand ein kleiner Askariboy, der sein Tüchlein vermißte. Er schämte sich sehr und weinte.

Zwei Stunden marschierten wir noch, dann mußten wir uns eingestehen, daß wir zu müde waren und lagerten mitten im Buschwald.

Am nächsten Morgen gingen wir weiter.

Jetzt, nach dem ersten Regen, war der Wald grün und kam mir im Blätterschmuck ganz fremd vor. Gegen das dunkle Laub fielen die hellen Stämme auf, während früher das gelbe Gras, die Stämme und Äste in allzu vielem Licht das Auge blendeten.

Die Mangobäume waren abgeerntet. Im Boden sah man nur wenige Wildfährten.

Von dem reichlichen Regen der letzten Wochen stand auch auf den Anhöhen Wasser. Auf dem Marsch mußten wir einen See durchwaten, der mitten im Walde lag. Wir zogen die Schuhe aus und gingen auf der anderen Seite barfuß weiter. Leider haben wir das auch in den nächsten Tagen fortgesetzt und die Erfahrung gemacht, daß man erst lernen muß, auf schmalen Pfaden bei Tage und bei Nacht barfuß zu gehen, ohne sich die Füße zu verletzen; angebrochene Fußnägel, schmerzhafte Hautabschürfungen und Dornstiche waren die Folge.