Eines Tages kamen sechzehn kranke Träger an, die von der Expedition des Hauptmanns v. Wangenheim entlassen worden waren.

Der Zustand ihrer Wunden war entsetzlich; sie verbreiteten Fäulnisgeruch.

Bei den schlechten Verkehrsverhältnissen kamen die Leute, die sich zum Teil nur mit Hilfe von Stöcken langsam fortschleppten nicht schnell genug vorwärts und fürchteten, daß ihr Poscho zu Ende sei, bevor sie Mohorro erreichten.

Da konnte ich nun wirklich einmal wohltätig sein!

Wangoni waren es, die sicherlich der Expedition gute Dienste geleistet hatten. Sie bekamen Wasser und Seife. Ihre Wunden wurden gewaschen, desinfiziert und mit den geringen Mitteln, die wir noch hatten, verbunden. Dann bekamen die Leute ordentlich zu essen. Schließlich wurde ein großes Boot zum Fluß geschafft, die Leute hineingetragen und Matten darüber gedeckt zum Schutz gegen die Sonne.

Als das Boot vom Ufer ablegte und mit dem Strome schnell davon trieb, hatte ich das Gefühl, ein gutes Werk getan zu haben; so kamen die Kranken in einem Tage ans Ziel, während sie sonst an unzähligen Flußläufen vergeblich nach Booten hätten rufen können und wahrscheinlich verhungert wären.

Nur einer ist unterwegs gestorben.

In dieser Zeit sprachen wir viel über die Landwirtschaft.

Die Frage, ob man sich in einem fremden oder besser fernen und neuen Lande ansiedeln soll, ist gewiß schwer zu beantworten.

Was sehr dazu reizt, ist der Gedanke, als einer der ersten in ein Gebiet zu kommen, dem vielleicht eine große Entwickelung bevorsteht.