Die Neger einiger in der Nähe liegender Dörfer waren auf Büffeljagd ausgegangen.
Der Gedanke, eine solche Jagd mitzumachen, war für mich sehr verlockend; leider konnte ich es nicht und ließ mir nur erzählen, wie die Eingeborenen die Büffel jagen.
Die Büffel stehen in der Trockenzeit, wenn das Gras der Ebene hart und dürr wird, gern an kleinen Seen und Bächen im Busch; sobald aber der erste Regen das junge Gras hervorlockt, ziehen sie sich in die Niederungen.
Dann kommt es oft vor, daß nach großen Regengüssen weite Gebiete vom Strom überschwemmt werden und die Büffel plötzlich, von Wasser rings umgeben, auf einer Insel gefangen sind.
Dorthin gehen die Eingeborenen und verleiden den Tieren den Aufenthalt, bis sie das trennende Wasser durchschwimmen.
Sofort sind die Neger mit Einbäumen hinter ihnen und verfolgen die Tiere, die im Wasser ungeschickt sind, mit Speerwürfen und Pfeilschüssen.
Vor allem junge Tiere fallen ihnen dabei zum Opfer.
Die Regierung schützt die Büffel, und es war den Eingeborenen nicht erlaubt, Büffel zu jagen; in der Zeit der Hungersnot aber mußte man ein Auge zudrücken. Die Erhaltung der Menschen war wichtiger als Wildschutz.