Unser letzter Esel ging ein. Es ist schrecklich, wenn man nicht helfen kann. Tsetsekrankheit natürlich, denn wir sind ja mehrmals in Gegenden gekommen, wo die Fliege gesehen wurde, die die kleinen tierischen Parasiten überträgt.

Die Tsetsekrankheit und das Texasfieber sind die großen Hindernisse, die der Viehzucht und dem Transportwesen entgegenstehen.

Welch verlockende Kulturaufgaben, diese Feinde zu bekämpfen!

Wunderbar ist es, daß bei all den großen Krankheiten ein Insekt die abscheuliche Aufgabe übernommen hat, die kleinen Parasiten dem Blut der Säugetiere einzuimpfen. Und immer nur ein ganz bestimmtes Insekt!

Mit einer gewissen Ehrfurcht muß man sie ansehen: die Anopheles, die kleine Mücke, deren Weibchen als Überträger des Malariaparasiten bisher das tropische Afrika gesperrt hat; die Glossina morsitans, die die Haustiere des Menschen haßt, und deren Schwester — durch die Schlafkrankheit — Zentralafrika entvölkert, in der Zeit, wo die Kulturmenschheit die Hände nach dem volkreichen Uganda ausstreckt, um Arbeiter zu suchen; und endlich die träge, dickleibige Zecke, den Boophilus, der auf den Weideplätzen auf die Rinder wartet, um ihnen Blut zu nehmen und das Texasfieber zu geben.


Die Kunst, Leder herzustellen, habe ich mir übrigens leichter gedacht, als sie ist. In der Trockenzeit hat sich alles bewährt; die Kistendeckel aus Antilopenfell, die Tasche für den photographischen Apparat, die Hausschuhe aus Wasserbockfell und die Fellteppiche; jetzt fängt es an zu stinken. Und ich habe nun alle die mir unentbehrlich gewordenen Gegenstände in Alaun und Salz gepackt.

Die Neger hier können kein Leder bearbeiten. Hätte ich einen Neger von der Westküste hier!

Wie lange habe ich probieren müssen, um mir nur haltbare Schuhbänder zu schneiden! Endlich konnte ich es: Buschbockfell in ganz feine Streifen geschnitten, gut gesalzen und gegerbt.