Im allgemeinen geht der Handel Sansibars zurück. Die Ladung der Dampfer der Deutschen Ostafrikalinie verteilt sich jetzt auf alle kleinen Küstenplätze, während früher fast der gesamte Handel der Ostküste bis nach Lamu und Somaliland hinauf über Sansibar nach Europa ging.
Nach der Nelkenernte riecht die ganze Stadt nach Gewürznelken; am meisten der Zoll, der an der Landungsstelle liegt.
Der angenehme Duft empfing auch mich als ich eines Tages mit einem Kameraden an Land ging.
Wir machten Einkäufe in den Läden der Hauptstraßen: silberne Kannen, aus Ebenholz geschnitzte Elefanten, Elfenbeinschnitzereien und seidene Decken aus Japan; nahmen einen Wagen und fuhren durch die engen Straßen hinaus nach Mnazi moja, einer breiten Allee, die zu den Sportplätzen der Europäer hinführt.
Das Hochwasser füllte die Lagune, die die Stadt von den Negerdörfern trennt.
Auf guten, festen Straßen rollte unser Wagen dahin, durch reiche Vegetation: dunkle Mangobäume mit Kokos- und Betelpalmen hinter weißen Gartenmauern.
In den Gärten lagen Landhäuser der Inder und Araber; zum Teil verfallen und von Pflanzen überwuchert. Viele Negerweiber in sauberen Tüchern gingen nach dem Ngambo, dem Negerdorfe, zum Tanz; sie hatten nach Landessitte ein großes Tuch um den Kopf gewickelt.
Ich fragte einen Neger, der mit zufriedenem Gesichtsausdruck dastand, was seine Arbeit sei?
„Ich passe auf eine Schamba auf!“
„Wem gehört die Schamba?“