„Dem Eigentümer.“
„Wer ist der Eigentümer?“
„Ein Araber, Ali Sefru.“
Gegen Abend trafen wir den deutschen Konsul und die Vertreter der Firmen Hansing, O’Swald, die Herren von der Agentur der Ostafrikalinie, der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft und andere Mitglieder des Deutschen Klubs in der sogenannten Klubschamba, einem schattigen Garten mit der Aussicht auf das Meer.
Als es dunkel wurde, schrien die kleinen Ohrenmakis rundum in den Bäumen; nur bei scharfer Aufmerksamkeit erkannte man die „Komba“, die eifrige Kerbtierjäger sind und zur Nachtzeit auf Raub ausgehen.
Die Wagen brachten uns in die Stadt, wo ich einer Einladung folgte und in einem der malerischen alten Araberhäuser bei deutschen Kaufleuten dinierte.
Die Punka, ein großer hängender Fächer, wehte über der Tafel, und wie überall an der Ostküste servierten schneeweiß gekleidete Boys, die barfuß und ohne Geräusch um den Tisch eilten. Nach dem Essen gingen wir in den Klub und saßen hoch oben auf dem Dache beim Whisky-Soda.
Man sah den hellerleuchteten Sultanspalast und die vielen Schiffe im Hafen.
Der Klub soll früher schwere Sitzungen erlebt haben; jetzt ist das anders geworden. Die Rücksicht auf die ernste Tätigkeit des Tages und auf die Gesundheit mahnt auch die lustigste Gesellschaft zur Nachtruhe, und in Afrika ist man, was Mäßigkeit betrifft, im Kneipen schon ebenso modern wie in Deutschland. Die Natürlichkeit, mit der sich die jungen Kaufleute rechtzeitig empfahlen, empfanden wir sehr angenehm.
Am folgenden Abend blieb ich an Bord, weil ich als Piquetoffizier den Tag über mehrere Komplimentierbesuche auf fremden Kriegsschiffen zu machen hatte. Konsuln verschiedener Nationen kamen an Bord, und über vierzig Schuß Salut wurden im Laufe des Tages gefeuert.