Neben uns im Flusse brüllten die Nilpferde, die schon von der Äsung in ihr schützendes Element zurückgekehrt waren.

Nach halbstündigem Marsche sagte der Führer: „Wir sind dicht bei der Stelle, an der das Wild äst.“

Der Nebel war noch so dicht, daß man, auch als es allmählich hell wurde, nicht fünfzig Schritt weit sehen konnte.

Gegen sechs Uhr ging ich langsam in das taufrische Gras hinein, das zwischen daniederliegenden, trockenen Rohrstengeln als begehrte Weide für das Wild emporsproß.

Der Nebel wurde dünner und man konnte auf weitere Entfernungen sehen. Da zeichnete sich in dem Dunst, wie vor einem weißen Tuch, die Gestalt einer Antilope ab: ein Wasserbock ohne Hörner. Das Tier wurde flüchtig; ihm folgten noch andere, die im Nebel nicht zu erkennen waren.

Das Gehen in den niedergebrannten, durcheinander liegenden Rohrstengeln wurde sehr beschwerlich, und war den nackten Füßen der Schwarzen eine Qual.

Jagd auf Wasserböcke.

Kurze zeitlang war der Nebel vom Sonnenlicht durchtränkt, dann wurde es plötzlich klar; vierhundert Schritt vor mir stand ein ganzes Rudel Wasserböcke (von den Negern „Grungalla“ genannt). Sie ästen auf einer weiten Grasfläche mit Termitenhügeln und einzelnen Baumgruppen.

Fünf stolze Böcke mit hohen, sanft gekrümmten Hörnern waren dabei. Sie hatten uns bemerkt, kamen, als wir uns beobachtend hinter einen Termitenhügel versteckten, schrittweis näher und suchten einen Platz zum Ausgucken. Deutlich zeichnete sich zwischen den Lusern das ebenmäßig gebogene Gehörn in der klaren Morgenluft ab.