Das Rudel zog nach links; ich kroch bis zu einem näher liegenden Erdhügel vor und schoß auf etwa zweihundert Meter.

Neger vom Rufiyi haben ihre Waffen abgegeben und Kriegssteuer gezahlt. Der Askari im Vordergrunde grüßt „durch Stillstehen mit der Front nach dem Vorgesetzten“. Der Vorgesetzte bin ich; ich stehe nämlich im Boot und photographiere im Vorbeifahren. — Rechts ist ein Zaun zum Schutz gegen die Krokodile in das Wasser hineingebaut. An Vorsicht gewöhnt, stehen alle Neger zwei Meter vom Wasser entfernt.

Das ganze Rudel wurde flüchtig, der getroffene Bock aber brach in der Flucht zusammen.

Ich setzte die Jagd fort, bis ich drei stattliche Böcke zur Strecke hatte, ließ sie aufbrechen und folgte den übrigen Tieren noch einmal, um zu beobachten.

Sie waren in hohem Gras zwischen Mangobäumen stehen geblieben. Einige hatten sich niedergetan; ein Schmaltier äste; das Leittier sah nach mir her und erkletterte einen hohen Erdhügel, auf dem es dann wie ein Erzbild stand.

Während ich mit dem Doppelglas die Ebene weithin absuchte, sah ich zu nicht geringem Schrecken plötzlich eine lange Reihe Eingeborener mit Gewehren, Mann hinter Mann durch das Schilf ziehen. Der Ombascha beruhigte mich sogleich: Die Leute trugen weiße Hemden und nicht die blauen Lendentücher der Aufständigen, sie hatten also keine bösen Absichten und wollten nur ihre Flinten zur Boma bringen.

An der Übersetzstelle holte ich sie ein. Sie kamen unter Führung eines pflichteifrigen Jumben, der mir versicherte, daß nun in seinem Machtbereich keiner mehr ein Gewehr habe.

Außer Wasserböcken gab es in der Nähe der Boma: Gnus, Riedböcke, Buschböcke, Hartebeeste, Zwergantilopen und Warzenschweine.

Riedböcke — die dem Rehwild so ähnlich sind — waren besonders häufig. Reizvoll waren Pürschgänge auf dem Südufer in der Richtung auf die Berge, in dem sich die Feinde aufhielten. Nur wurden die Gänge dadurch erschwert, daß man jedesmal eine kleine Streitmacht im Gefolge haben mußte und sich von dieser nur in sehr offenem Terrain etwas absondern durfte.