Die falsche, unnatürliche Erziehung, die Heimlichthuerei. Was haben die Würmer zu hoffen? Einen Mann, der sie gar nicht reizt, den sie sich nicht mal selbst aussuchen können, der sie sich bezahlen kann, ebenso brutal wie eine Cocotte. Kann man sich verwundern, wenn sie vorher etwas Champagnerschaum schlürfen wollen?
Und wie klug sie dabei verfährt, instinktiv, so ’n kleines, dummes Ding, nicht für zehn Pfennig Grips in ihrem Gehirnchen, total ungebildet, wie eine orientalische Haremsdame!
Und so ’n kleines Gänsegehirnchen sagt sich ganz instinktiv: „Der ist der Richtige. Der versteht etwas von der Sache. Il sait aimer.“
„– Wenn es rauskäme!“ das ist ihre ein[pg 46]zige Angst, eine süsse, gruselige Angst. Dann kichert sie über die dummen Menschen, Papa, Mama, die Leute, da unten auf der Strasse, – dass sie hier oben allein ist, in seiner Wohnung, mit einem verworfnen Junggesellen.
Davon ist sie tief durchdrungen: „Du bist so unmoralisch!“ ..
Dann küsse ich sie wieder.
Sie legt mir die Ärmchen um den Hals, nennt mich Engelchen, Liebling, süsses Herz – und dass sie mich ewig, ewig lieben wird.
Kleine Kanaille! – Na, das sind sie Alle.
Bewunderungswert bleibt eigentlich nun immer die Dummheit der Männer, der Glaube an das Wunder, und dass er der Eine, Einzige ist, dem das Wunder passiert.