Und eigentlich haben sie ganz recht, der Neid, den man fühlt, der einem den Rücken runterläuft! Das kitzelt, das macht die Nerven prickeln, das Andre ist Unsinn.

Dass sie sich einem Manne hingeben soll, aus dem sie sich gar nichts macht, ist ihr sehr gleichgültig.

Ich glaube, wir übertaxieren das im allgemeinen bei der Frau. Oder ist es die Jahrtausende alte Knechtschaft, die sie stumpf und duldend macht?

Einen Mann, der einen nicht reizt? – Zum Lieben, niemals! Zum Heiraten – warum nicht?

Von der „Liebe“ wollen sie das Raffinement, die Leidenschaft, deshalb lieben Frauen Künstler, ästhetische Männer, die sie lange kitzeln. Von dem eigentlichen Akt haben sie ja am wenigsten, der ist Pflicht.

Vor dem Kinde hat sie Angst, weil das noch weher thut – die Schmerzen – die Entstellung – die Brüstchen, die schlaff werden ... „Elisabeth hat einen Bauch, der ihre ganze Figur verdirbt ...“

Der „Bauch“ von Elisabeth beunruhigt sie.

„.. Es geht ja noch, wenn man viel Leute hat und eine Amme nehmen kann. Babies sehen sehr niedlich aus in weissen Spitzen und rosa Schleifchen ....“

Das ist der ausschlaggebende Punkt, da[pg 85]bei verweilt sie sehr lange! Equipagen, Diener, dass sie die Hofbälle besuchen werden.

„Den ganzen Winter muss er mit mir hier in Berlin wohnen.“