Dem Dreier aber ging diese Antwort mehr als alles Andere zu Herzen; er bat den Krämer, er solle ihn doch um Gotteswillen nur losmachen, denn dies könne er nicht länger ertragen.

Der Krämer aber ließ ihn noch einige Wochen hindurch sitzen, und als er glaubte, daß der Dreier jetzt genug gebüßt und wieder ganz ehrlich geworden sei, machte er ihn los und warf ihn zu den Uebrigen.

Lange mußte der Dreier hier noch beißende Worte hören, endlich aber vergaß man die ganze Geschichte. – Sollte Dir, lieber Leser, ein Dreier begegnen, der ein rundes Loch gerade unter der Drei hat, er ist es und kann Dir genau dieselbe Geschichte erzählen.

Der kriegerische Floh.

Es war einmal ein Floh, der wohnte bei einem Bauern und war sehr blutdürstig. Obgleich er nun Gelegenheit genug hatte, seinen Blutdurst zu befriedigen, so genügte ihm dies doch nicht.

– Diese Bauern haben ein so ordinäres Blut, sagte er eines Morgens zu sich, und das bekommt mir nicht: es macht mich so träge. Ich muß feineres Blut genießen und darum wird es wohl am besten sein, wenn ich mich auf die Wanderschaft begebe.

Er überlegte nun, wie er es anfangen solle, um einmal anderes Blut zu kosten, und beschloß, in den Krieg zu gehen, denn dort, meinte er, werde er zugleich Gelegenheit haben, sich auszuzeichnen. Von da wollte er dann direct in die Hauptstadt zu der königlichen Familie gehen und ein sehr vornehmer Floh werden. Mit einem Worte: der Floh wollte Carriere machen.

Noch an demselben Tage begab er sich auf den Weg und kam an den Kriegsschauplatz. Er ging ins Lager und verlangte von dem General, er solle ihn anwerben.

Der General maß ihn von Kopf bis zu Füßen, was bei einem Floh nicht viel sagen will, und lachte ihn aus. Da er aber aus Erfahrung wußte, daß die Flöhe sehr tapfer und blutdürstig sind, so ließ er ihn doch unter das Maaß stellen.

Aber der Floh hatte das Soldatenmaß nicht und war viel zu klein.