– Steckt ihn zur Probe unter die leichte Kavallerie und bringt ihm ein Pferd! sagte der General zu seinen Untergebenen.
Aber der Floh wollte von keinem Pferde wissen und behauptete, er könne viel schneller galoppiren als der beste Vollblutshengst, das sei ein Vortheil, den er gegen alle übrigen Soldaten voraushabe.
Da man ihm nicht glauben wollte, so mußte er eine Probe machen, und der Floh legte in fünf Minuten eine halbe Meile zurück.
– Du bist ein ganzer Kerl! sagte der General, gab ihm einen Säbel und Pistolen und ließ ihm Sporen anschnallen. Dann wurde er unter die braunen Husaren gesteckt.
Am andern Tage gab es eine große Schlacht und der Floh richtete ein entsetzliches Blutvergießen an. Dafür bekam er einen Orden und der General gab ihm eine ganze Schwadron zu kommandiren.
– Das ist auch nichts mehr für mich, sagte der Floh eines Tages, als er des Krieges überdrüssig war. Die Soldaten essen alle so grobes Commißbrot, das giebt ein ganz ordinäres Blut und das schmeckt mir nicht mehr.
Der Floh legte also die Waffen nieder und machte sich abermals auf den Weg, um sich in die Hauptstadt zu der königlichen Familie zu begeben.
– Das Prinzessinnenblut muß die allerfeinste Sorte sein! dachte der Floh und trat seine Reise an.
Im ganzen Lager glaubten sie, der Floh sei in der letzten Schlacht gefallen, und setzten ihn in die Liste der Todten.
Unterwegs kam der Floh an ein Gasthaus, das sah ihm ganz anständig aus und er beschloß, hier zu übernachten.