Die Musikanten fanden sich wieder ein. Der Lukas Schellnober saß ruhig droben auf der Bühne und putzte mit einem Holz das Blut und die Haare aus dem Mundstück. Dann schraubte er es wieder an den Baß, führte es zu den Lippen, und seine Gesellen stimmten ein und machten wieder zum Tanz lüstern.

Zerschrammt und blutrünstig, struppig und zerfetzt, doch auch abgekühlt von der Nachtluft, befreit und friedsam kamen die Raufer wieder, die Weiber und die Dirnen blieben nicht aus, die Wirtin fegte die Stube rein, und bald drehten sich wieder alle in schönster Eintracht. –

Draußen kroch der Müller auf Händen und Füßen heim, mit zornzerrissenen Lippen, qualvoll, ohne Laut. Er hörte fern die Geigen und die Klarinette summen und den Baß stoßweise murren.

Der Mond verschien, der Wald ward grau. Das Wichtel rief, der Totenvogel.

Drei fürchterliche Stunden kroch er.

Frühgeläut erklang. Die Sonne ging auf, sie schwamm wie ein gräßlicher Blutfleck im Dunst.

Die Ogath kam aus der Mühle. Die Zunge ward ihr steif vor Schreck, als sie den Mann vor sich liegen sah, das Gesicht verfallen, die Stirn aschfahl, blutig.

»Den Fuß hat mir einer mit dem Bierschlägel abgeschlagen,« raunte er.

»Wer?«